Camping Grill – welcher ist der richtige?

Ich muss gestehen, dass ich mir die Sache mit dem Campinggrill erheblich einfacher vorgestellt hatte… Klar, das gute 5 Euro Dreibeingestell funktioniert irgendwie immer. Aber nach dem dritten Auf- und Abbau ist es auch nicht mehr das Wahre. Vor allem wird er mit der Zeit auch nicht stabiler und sauberer. Für jeden Trip einen Neuen zu kaufen, oder die Einmal Versionen sind für mich aus ökologischer Sicher keine Option. Also was tun?

Das Grillsortiment

Es ist ja wirklich abenteuerlich, was es mittlerweile für eine Auswahl gibt. Natürlich fallen diese Garküchen ohnehin alle raus solange man kein Dauercamper ist. Die Auswahl bleibt aber doch verdammt groß. Auch kommt als Camping Grill, ein Elektrogrill nicht ernsthaft in Frage. Mein Boardstrom gibt das auch gar nicht her und extra zum Grillen auf einen Campingplatz fahren? Eher nicht… Ein Holzkohle Grill ist zwar im Grunde die schönste Sacher weil man dann auch immer gleich schon ein Feuer hat, aber hat auch seine Nachteile. Vor allem bekommt man den Grill nie wieder wirklich sauber, was wenn man keinen guten Stauraum dafür hat ein Problem darstellt. Auch gibt es ein weitverbreitetes Verbot offener Feuerstellen. Rebell oder nicht, ich habe keine Lust mehr mir das Essen vorm Zubereiten verderben zu lassen.

Camping Grill

Was also bleibt ist ein Gas Grill. In diesem Bereich ist die Auswahl mittlerweile ebenfalls riesig – ich vermute vor allem Weber sei Dank. Wie schon anklang, gehöre ich nicht zu der Fraktion der Hardcore Griller . Daher habe ich mir als erstes einen Campingaz Partygrill zugelegt. Ein Spontankauf der mich mit seinem kleinem Packmaß überzeugt hat. Bezahlbar war er auch und als ein Erster Versuch allemal in Ordnung.

Käsefondue unterm Weihnachtsbaum
Käsefondue auf Campinggaz Partygrill

Der Grill war praktisch, und dank Dreibeinaufsatz kann er auch als Gaskocher mit Pfanne oder Topf darauf verwendet werden. Somit konnten der Bratfisch oder andere geruchs-intensive Kochaktionen vor dem Bus stattfinden oder auch ein Käsefondue im heimischen Wohnzimmer. Aber am Ende gab es doch zwei Dinge nicht so optimal waren. Zum Einen war immer mindestens eine separate Gaskartusche mit zuführen – die natürlich nicht mit in den Karton gepasst hat. Zum Zweiten, sind die 1300W ein bisschen wenig Power zum Grillen oder Kochen, gerade wenn es im Frühjahr oder Herbst ein bisschen windig ist an den norddeutschen Küsten. Und das soll ja durchaus vorkommen…

Cadac Safari Chef 2 in aktion

Also musste etwas mit ein wenig mehr Kraft her. Dabei bin ich, ebenfalls aufgrund des Packmaßes, auf den CADAC Safari Chef 2 gestoßen. Der bietet nämlich eine praktische Packtasche, in der der Grill locker verschwindet und sauber verstaut werden kann. Wie der Campingaz Partygrill, kann der CADAC ebenfalls zum Kochen verwendet werden. Auch verteilt der Grill oder Bratschale (beides inklusive) nach meinem Empfinden die Wärme erheblich besser. Das Beste aber finde ich den zum Set gehörenden Deckel, der den Grill somit zum Kugelgrill werden lässt. Damit klappt es auch an kalten, stürmischen Tagen das Grillgut gut durch zu garen. Außerdem soll der Deckel als Wok fungieren können. Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

Die Cadac Tasche
Der Grill verpackt

Mittels Gasdruckminderer mit Gasschlauch 30 mbar lässt sich der Grill an die klassische Camping-Gasflasche mit 5 kg oder 11 kg (die allseits bekannte Graue oder Alugaz Flasche). Noch zwei weitere gute Argumente zur Nutzung eines Gasgrills: Erstens, ist auf nahezu allen Camping, Wohnmobil oder öffentlichen Stellplätzen offenes Feuer verboten. Holzkohle Grills sind insbesondere im Mittelmeerraum absolut tabu. Bei der Brandgefahr versteht sich das ohnehin von selbst… Zweitens,  funktioniert der Gas Grill genauso digital wie der Gasherd im Bus. Nämlich Flamme an, 21, 22 Grill heiß… Gar nicht so schlecht, wenn die Damen Hunger haben…

Fazit

Wie so oft, ein richtig oder falsch gibt es natürlich auch beim Camping Grill nicht. Ich habe noch meinen Nachbarn im Ohr, der sagt: „das ist ein Gaskocher, mit grillen hat das nichts zu tun!“. Ich denke an irgendeiner Stelle muss man einen Kompromiss machen. Für mich sind die wichtigsten Kriterien das Packmaß und die Flexibilität. Dabei fahre ich mit dem CADAC Safari Chef 2 schon sehr gut.

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