Peenemünde auf Usedom

Nachdem wir schon weite Teile der deutschen Ostseeküste gesehen haben, haben wir uns überlegt den Rest auch noch anzuschauen. Daher haben wir kurzentschlossen einen für uns neuen Abschnitt im Osten Deutschlands angesehen und ein langes Wochenende auf Usedom verbracht. Trotz Feiertag haben wir ein erholsames und ruhiges Wochenende verbracht. Die Stellplatzwahl auf Usedom war für uns recht einfach. Es gibt nämlich nur eine Handvoll öffentlicher Übernachtungsplätze für Wohnmobile. Die meisten fanden wir beim Anfahren nicht ansprechend und sind dementsprechend auch nicht dortgeblieben. Fündig wurden wir in Peenemünde auf Usedom.

Peenemünde auf Usedom

Ganz im Norden von Usedom gelegen bietet Peenemünde auf Usedom neben geschichtsträchtiger Vergangenheit vor allem Ruhe und Abgeschiedenheit. Die Halbinsel im Norden Usedoms war viele Jahrzehnte militärisches Sperrgebiet und ist heute aufgrund von Munitionsresten noch zu weiten Teilen nicht zu betreten. Daher ist die Gegend weitgehend verlassen und bewaldet. Die Strandabschnitte sind aufgrund fehlender Infrastruktur entsprechend wenig besucht. Mit Bus oder Wohnmobil ist die fehlende Infrastruktur natürlich völlig egal 🙂

Peenemünde auf Usedom bezeichnet eigentlich die gesamte Halbinsel im Norden der Insel und war unter anderem das Raketenforschungszentrum des Dritten Reiches. Hier befindet sich heute ein Museum zu der Entwicklung der V-Raketen. Direkt daneben liegt ein Museumshafen der mehrere Schiffe aus der Sowjetischen Marine ausstellt. Der Platz für Wohnmobile ist wenig mehr als eine Wiese zwischen Sportfischerhafen und Peenestrom. Auf der anderen Seite des Hafens liegt die das Historisch-Technische Museum welches auf dem Gelände der Raketenforschungsanlage des Dritten Reiches steht.

Blick auf den Peenestrom auf der Halbinsel Peenemünde
Blick vom Bus aus

Von anderen Besuchern, habe ich mir sagen lassen, dass der Platz an langen Wochenenden und Feiertagen auch schnell überfüllt ist. Wir hatten sehr viel Glück als wir da waren, denn es war wirklich wenig los. In Fuß-und Fahrradreichweite gibt es wirklich schöne kleine und größere Strandabschnitte in Peenemünde auf Usedom. Vor allem aber die langen und breiten Sandstrände auf der Ostseeseite haben es uns angetan. Leider kann man hier nie direkt am Wasser stehen, sondern in der Regel auf einem Parkplatz an der Hauptstraße (natürlich ist in der Regel das Übernachten ausdrücklich untersagt…), mit Fußweg zum Strand.

Ansonsten gibt es in der näheren Umgebung keine Lokalitäten oder Einkaufsmöglichkeiten, aber der Wohnmobilstellplatz bietet morgens frische Brötchen (auf Bestellung) an. Und wer mag, kann sogar ein Frühstücksbuffet buchen. Das bietet der Stellplatzbetreiber nämlich für die Teilnehmer seiner organisierten Hochseeangeltouren an.

Zollhafen Karnin

Für unseren Geschmack ist mit Pennemünde auf Usedom der Norden sehr viel attraktiver als der sehr stark touristisch geprägte Süden um Heringsdorf. Da ist zwar mehr los, aber gute oder gar offizielle Stellplätze zum Übernachten mit Bus oder Wohnmobil haben wir in der Region gar nicht gefunden. Ich betone „die offiziellen Stellplätze“ so, da wir auch keine wirklich attraktiven Möglichkeiten zum Freistehen gefunden haben. Entweder war es explizit verboten, oder aber eben absolut unattraktiv. 

Fazit

Für uns an dem Wochenende war die Abgeschiedenheit und Ruhe die Peenemünde auf Usedom bietet, genau das Richtige. Vor allem die Strandabschnitte an der Ostseeseite sind traumhaft breit und weit und laden zum Laufen, Baden und Seele baumeln lassen ein.

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